Ein Online-Condition-Monitoring-System meldet eine Auffälligkeit an einem Ventilatormotor. Statt eines ungeplanten Ausfalls kann der Lagerwechsel gezielt für das jährliche Wartungsfenster vorbereitet werden. Beim Ausbau bestätigt sich die Diagnose.
Wenn Stillstand nur planbar möglich ist
Bei einem Hersteller von Medizinprodukten werden wichtige Ventilatoren seit mehreren Jahren mit Schaeffler-OPTIME-Sensoren überwacht. Für größere Instandhaltungsmaßnahmen steht lediglich einmal jährlich ein etwa 14-tägiges Wartungsfenster zur Verfügung. Ein ungeplanter Ausfall außerhalb dieses Zeitraums ist entsprechend kritisch.

OPTIME-Sensor am Ventilatormotor
Condition Monitoring erkennt die Veränderung
Im Frühjahr meldete das System eine Auffälligkeit an einem Ventilatormotor.
Die anschließende Überprüfung bestätigte die Diagnose eines beginnenden Lagerschadens. Zu diesem Zeitpunkt lief der Ventilator noch. Damit bestand kein Grund für einen ungeplanten Soforteinsatz. Stattdessen entstand etwas wesentlich Wertvolleres: Zeit.
Ersatzteile konnten beschafft, Personal eingeplant und der Lagerwechsel in das ohnehin vorgesehene Wartungsfenster integriert werden.
Befund bestätigt Diagnose
Beim späteren Ausbau des Motors zeigte sich am antriebsseitigen Lager ein beginnender Schaden am Lageraußenring. Damit bestätigte der mechanische Befund die zuvor aus den Zustandsdaten abgeleitete Diagnose.

Foto des ausgebauten geschädigten Lagers
Was Predictive Maintenance tatsächlich leisten kann
Predictive Maintenance verhindert keinen Verschleiß. Der entscheidende Nutzen besteht darin, Veränderungen möglichst früh zu erkennen und die verbleibende Zeit für eine geplante Instandhaltung zu nutzen.
Aus
„Die Maschine ist ausgefallen.“
wird damit im Idealfall:
„Wir kennen die Entwicklung und können die Maßnahme vorbereiten.“
Genau dieser Zeitgewinn kann bei produktionskritischen Pumpen, Ventilatoren und Motoren entscheidend sein.
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